Psoriasis (Schuppenflechten)
Psoriasis ist eine chronische, entzündliche Hauterkrankung, die das Leben der Betroffenen stark beeinflussen kann. Sie zeigt sich durch stark schuppende Hautstellen, oft begleitet von Juckreiz, und kann neben der Haut auch Nägel und Gelenke betreffen. Mit den richtigen Therapieoptionen lässt sich die Erkrankung jedoch gut kontrollieren und die Lebensqualität deutlich verbessern.
Was ist Psoriasis?
Psoriasis ist eine chronisch entzündliche Erkrankung, bei der sich Hautzellen übermässig schnell erneuern und abgestorbene Zellen sich an der Hautoberfläche ansammeln. Typische Anzeichen der Psoriasis sind scharf begrenzte, runde oder ovale, gerötete, silbrig-weiss schuppenden Hautstellen (Plaques), die häufig an Knien, Ellenbogen, Kreuzbein-Region und der behaarten Kopfhaut auftreten oft begleitet von starkem Juckreiz.
Neben der Haut können auch Nägel und andere Organe betroffen sein. Bei der Psoriasis-Arthritis kommen zu den typischen Hautveränderungen oft Gelenkbeschwerden oder Schmerzen im unteren Rücken. Betrifft die Erkrankung die Nägel (Nagelpsoriasis), verändern sich die Finger- oder Fussnägel sichtbar. Sie können sich verdicken, verformen oder kleine Dellen bekommen.
Da Psoriasis in Schüben verläuft und individuell sehr unterschiedlich ausgeprägt ist, erfordert sie stets eine sorgfältige, auf den einzelnen Patienten abgestimmte Therapie.
Wann ist eine ärztliche Behandlung sinnvoll? Indikationen für die Therapie
Eine ärztliche Behandlung ist besonders empfehlenswert bei:
- Stark schuppenden, geröteten oder juckenden silbrig-weiss Hautveränderungen
- Ausgedehntem Befall an Knien, Ellenbogen, Kopfhaut oder anderen Körperstellen
- Nagelveränderungen durch Psoriasis
- Gelenkbeschwerden im Rahmen einer Psoriasis-Arthritis
- Unzureichendem Ansprechen auf topische Behandlungen
- Starkem Leidensdruck oder erheblicher Beeinträchtigung der Lebensqualität
Viele Patient:innen berichten nach einer gezielten Therapie über eine deutliche Reduktion der Beschwerden und eine spürbare Verbesserung ihres Wohlbefindens.
Ablauf der Psoriasis-Behandlung
- Diagnose und individuelle Beurteilung: Ausdehnung, Schweregrad und betroffene Areale werden sorgfältig beurteilt. Auch mögliche Begleiterkrankungen wie Psoriasis-Arthritis werden abgeklärt.
- Individuelle Behandlungsplanung: Die Therapiewahl hängt von folgenden Faktoren ab: Form der Psoriasis, Schweregrad der Erkrankung, Alter, Geschlecht und Lebensumstände, Reaktion auf vorangegangene Therapien. Hautpflege ist für Psoriasis-Patient:innen besonders wichtig. So sind auch in entzündungsfreien Phasen eine rückfettende Hautpflege wichtig.
- Behandlung und Verlaufskontrolle: Die Therapie wird engmaschig begleitet und bei Bedarf angepasst, um eine optimale und langfristige Kontrolle der Erkrankung zu erzielen.
Zur Behandlung der Psoriasis stehen verschiedene Medikamente zur Verfügung. Dazu zählen die topischen Arzneimittel (Salben, Cremes, Lotionen), die systemischen konventionellen Therapien (oral oder injiziert), die Biologika-Therapien (gespritzt oder als Infusion) und die UV-Lichttherapie mit Schmalspektrum-UVB-Geräten.
Vorteile der ärztlichen Psoriasis-Behandlung
- Individuelle Therapie abgestimmt auf Schweregrad, Ausdehnung und Lebenssituation
- UV-Lichttherapie mit Schmalspektrum-UVB-Geräten
- Zugang zu aktuellen systemischen Therapien und Biologika
- Behandlung von Haut, Nägeln und Gelenken
- medizinische Begleitung und regelmässige Verlaufskontrollen
- Nachhaltige Verbesserung der Lebensqualität
Häufig gestellte Fragen zu Psoriasis (FAQ)
Psoriasis zeigt sich typischerweise durch stark schuppende, gerötete, silbrig-weiss Hautstellen von punktförmiger bis handtellergrosse Ausdehnung, häufig an Knien, Ellenbogen und der Kopfhaut. Starker Juckreiz sowie Veränderungen an den Nägeln sind ebenfalls häufige Symptome. In manchen Fällen können auch die Gelenke betroffen sein.
Nein, Psoriasis ist nicht ansteckend. Es handelt sich um eine chronisch entzündliche Erkrankung, die durch eine Kombination aus genetischer Veranlagung und Umweltfaktoren ausgelöst wird.
Die Therapie richtet sich nach Schweregrad und Ausdehnung der Erkrankung. Bei leichteren Verläufen kommen topische Behandlungen zum Einsatz. Bei grossflächigem Befall bewährt sich die UV-Lichttherapie mit Schmalspektrum-UVB-Licht. Bei schweren Verläufen stehen systemische Therapien, einschliesslich Biologika-Therapien, zur Verfügung.
Biologika sind biotechnologisch hergestellte Medikamente, die gezielt in entzündliche Prozesse eingreifen. Sie werden bei schwerer oder therapieresistenter Psoriasis eingesetzt und können die Erkrankung effektiv und langfristig kontrollieren.
Psoriasis ist eine chronische Erkrankung, die aktuell nicht heilbar ist. Mit den richtigen Therapieoptionen lässt sie sich jedoch sehr gut kontrollieren, Schübe können reduziert und die Lebensqualität deutlich verbessert werden.
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