Allergologie

Allergien nehmen zu und treten besonders bei Kindern und Jugendlichen immer häufiger auf.

Eine Allergie ist eine fehlgeleitete Immunreaktion auf normalerweise unschädliche Stoffe wie beispielsweise Pollen, Hausstaubmilben, Arzneimittel und vieles mehr. Dabei entstehen Entzündungsreaktionen der Haut und der Schleimhäute. Sie äußern sich als allergisches Asthma, Heuschnupfen, Ekzeme und Exantheme.
Zur Diagnose allergischer Erkrankungen stehen uns verschiedene Hauttests und Blutuntersuchungen zur Verfügung. Die Therapie kann je nach Patient und Ausprägung der Symptome medikamentös oder über eine sog. Hyposensibilisierungstherapie erfolgen. In fest gesetzten Abständen werden dabei kleinste Mengen des Allergens (z.B. Pollen oder Hausstaub) unter die Haut gespritzt. Durch die kontinuierliche Steigerung der Allergiedosis wird eine Toleranz des Immunsystems gegen die verabreichten Stoffe erzeugt.

  • Hauttest

    Hierbei wird eine Lösung des Allergens auf die Haut des Unterarms geträufelt. Anschließend wird die Haut mit einer Nadel angeritzt. Innerhalb von 20 min zeigt sich bei entsprechender Sensibilisierung eine Rötung der Haut mit Quaddelbildung.

  • Blutanalyse

    Eine weitere Möglichkeit, besonders bei kleinen Kindern dem Prick-Test vorzuziehen, stellt eine Blutuntersuchung dar, wobei entweder der Gesamt-IgE-Titer bestimmt wird (RIST) oder spezifische IgE-Antikörper bestimmt werden (RAST).

     

  • Pflastertest

    Der Pflastertest dient dem Nachweis einer sogenannten Typ-IV-Sensibilisierung (Kontaktekzem), z.B. Nickelsulfat, Duftstoffe,  Kosmetika, Konservierungsmittel oder Berufsstoffe.

     

    Hierbei werden definierte Zubereitungen der Allergene in Trägersubstanzen (Wasser oder Vaseline) auf die Haut unter den „Pflasterkammern“ aufgeklebt. Die Testablesung erfolgt individuell nach 24, 48 und 72 Stunden oder auch länger.